Chronik

Das Höhendorf Lettweiler, zwischen Obermoschel und Odernheim gelegen und in eine Bergmulde eingebettet, die nach dem Glantal hin in ein landschaftlich reizvolles Tal ausläuft, ist mit dem dazugehörigen Neudorferhof noch heute ein Dorf mit bäuerlichem Charakter.

Die erste urkundliche Erwähnung fällt in das Jahr 1190, als ein Herr Boland Werner II. in einem Güterverzeichnis erwähnt, dass er das Dorf Litwilre von dem Erzbischof von Mainz als Lehen innehabe. In den vergangenen Jahrhunderten hat sich die Schreibweise des Namens oftmals geändert. (Littwiler, Lirrewilre, Lywilre, Lettwiler, Lytwyler), bis in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts endgültig Lettweiler daraus geworden ist.

Im 18. Jahrhundert konnte Johannes Bückler, der Schinderhannes hier sein Unwesen treiben. 1675 wohnten in Lettweiler nur 4 Familien, 1770 wurden 51 Gemeindeleute und 5 Hintersassen gezählt. Dann wächst die Zahl der Einwohner bis 1866 auf 502 Seelen an. Bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges hat sich diese Zahl nur geringfügig verändert.
Lettweiler hat heute 275 Einwohner und eine Gemarkungsgröße von ca. 627 ha.

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Nachdem die Dorfkapelle aus dem 14. Jahrhundert baufällig geworden war und abgebrochen werden musste, wurde an ihrer Stelle die heutige Kirche erbaut und im Jahre 1751 feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

Eine Besichtigung ist sehr zu empfehlen.

Auf dem Neudorferhof, wo sich heute einer der beiden Reiterhöfe des Ortes befindet, hatten die alten Römer bereits eine Pferdewechselstation eingerichtet. Der Neudorferhof wurde 1686 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Mennoniten errichteten die Siedlung und haben auch eine kleine Kirche gebaut.